Wanderwoche in der Holsteinischen Schweiz 2012

Zu unserer Wanderwoche in der Holsteinischen Schweiz vom 21. bis zum 30. Mai 2012 starteten wir in München bereits sehr früh.

Montag, 21. Mai

Dieses Mal ging es schon sehr früh los. Wir trafen uns um 7.00 Uhr am Parkplatz „Michaelibad“. Stephan und Johannes holten vorher schon zwei neue Mitfahrerinnen ab. Von dort ging es dann über die Autobahn Richtung Nürnberg, Johannes holte Hannelore und Daniela zusammen mit Uli, einem weiteren neuen Mitglied der Gruppe in Neufahrn ab. Nicht zu vergessen: Scully wartete auch in Neufahrn.

Dieses Mal kein Stopp in Feucht, sondern erst an der Rastanlage Aurich. Johannes musste einen weiteren „Neuzugang“, hat sich zu Margot 2 gemausert, in Erlangen abholen. Nach einem kurzen Stopp in der Rastanlage Aurich ging es dann weiter über das Kreuz Biebelried weiter in Richtung Fulda. Die Mittagspause legten wir in der Raststätte Kirchheim ein. Hier stieg dann auch unser letzter Neuzugang, Martina mit Molly dem ¼-Hund zu. Jetzt erst war die Gruppe komplett.

Vorbei an Kassel, Göttingen und Hannover erfolgte die Kaffeepause abseits der Autobahn, weil ein Stau die Autobahn blockierte. Nach der Kaffeepause war der Stau verschwunden und es ging zügig weiter in Richtung Hamburg. An Hamburg vorbei weiter Richtung Kiel bis zur Ausfahrt Eutin. Jetzt noch ein paar Kilometer über die Landstraße dann waren wir nach 916 km um 19.15 Uhr in unserem Hotel, der Seerose in Bad Malente. War ein langer Tag.

Dienstag, 22. Mai

Heute wird kein Meter mit dem Auto gefahren. Der erste Wandertag führt uns gleich vom Hotel weg am Südufer um den Dieksee, an dessen Ufer, nur durch die Promenade getrennt, unser Hotel lag. Die für die Mittagspause ausgewählte Gaststätte hat Ruhetag, der Ersatz war nicht mehr in Betrieb, so ging es teils mit Auto, doch ein paar Meter, obwohl nicht geplant, teils zu Fuß zurück nach Niederkleveez zum Mittagessen.

Anschließend marschierte ein Teil direkt weiter zum Hofgut Radlandsichten mit einem guten Café und einem Hochseilgarten, in dem sich dann doch niemand aus der Gruppe von Liane zu Liane, oder richtiger, von Seil zu Seil schwang. Der Rückweg ging dann am Nordufer des Dieksees ent-lang zurück zum Hotel.

Den ganzen Tag nur Sonnenschein.

Mittwoch, 23. Mai

Nach einer kurzen Fahrt nach Eutin-Fissau stieg ein Teil der Gruppe aus und wanderte entlang des Kellersees bis zur Abzweigung zum Ukleisee und umrandete den Ukleisee im Uhrzeigersinn, die andere Gruppe hatte nur den Ukleisee zum Tagesziel und marschierte gegen den Uhrzeiger-sinn um den See. So traf man sich. Zur Mittagspause haben wir uns zum Fährhaus Uklei ver-abredet.

Nachmittags ging es dann für einen Teil noch ein Stück weiter am Nordufer des Kellersees in Richtung Bad Malente, ein Teil wollte gleich nach der Mittagspause zurück ins Hotel.

Den ganzen Tag nur Sonnenschein.

Donnerstag, 24. Mai

Johannes musste heute wegen der Eröffnung des „Wohnen im Viertel“ in der Messestadt Riem, „mal kurz“ unbedingt nach München.  Der eine Teil der Gruppe ging heute erst wieder kurz am Dieksee entlang. Dann folgte die Abzweigung Richtung Kreuzfeld, wo der andere Teil der Gruppe am Findlingsgarten schon wartete. Von dort ging es dann weiter in Richtung Bräutigamseiche, dem einzigen Baum in Deutschland, der eine eigene Postleitzahl hat. Aber: das Post- und Fernmeldegeheimnis gilt dort nicht. Jeder Besucher darf die in der Eiche abgelegte Post öffnen, und wenn er will mitnehmen. Man sagt ihr nach, dass sie schon über 100 Ehen gestiftet habe.

Stephan war vorher noch beim Einkaufen und es gab ein reichhaltiges Picknick. So ging es dann gut gestärkt durch den Forst Dodau zurück nach Malente. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass der Weg nicht so gut ausgeschildert war uns wir eine Weile brauchten bis wir im Hotel eintrafen.

Den ganzen Tag nur Sonnenschein. Ach, das hatten wir ja schon.

Etwas später am Abend war Johannes dann auch wieder da.

Freitag, 25. Mai

Heute stand ein Besuch an der Ostsee auf dem Programm. Es ging quer durch die Lande, über Kirchnüchel, Schönwalde am Bungsberg, Lensahn und Cismar nach Dahme. Dort ließen wir uns viel Zeit für Sonne, Sand und Meer. Ein kurzer Abstecher ging mit einem Teil von uns noch nach Großenbrode, zum Hafen Großenbroderfähre. Von dort gab es einen schönen Blich auf die Brücke über den Fehmarnsund. Es war an der Landspitze sehr windig, bei schönstem Wetter. Zurück in Dahme sammelten wir die restliche Gruppe wieder ein und es ging über Grömitz, Neustadt in Holstein, Schönwalde am Bungsberg, Kasseedorf und Eutin zurück zum Hotel.

Zum Wetter nichts Neues.

Samstag, 26. Mai

Das heutige Wanderziel war der Große Plöner See. Nach der Fahrt über Bösdorf und Bosau begann ein Teil der Gruppe die Wanderung in der Nähe von Bredenbek. Der Weg führte über Nehmten, Godau und Sepel nach Dersau. Hier bestiegen wir das Schiff und setzten zur Prinzeninsel über. Nach einem ausgezeichneten Mittagessen ging es dann nur noch bis zum Parkplatz an der Rohrdommelbucht, wo wir das wartende Taxi bestiegen und zurück zum Hotel chauffiert wurden.

Das Wetter: kein Kommentar, die Bilder sagen alles.

Sonntag, 27. Mai

Der große Eutiner See ist das heutige Wanderziel gewesen. Der Beginn des Weges war in Eutin-Fissau am Kellersee, der uns schon vom Mittwoch her bekannt war. Zuerst ging es entlang der Schwentine, mit einem kleinen Umweg, zur Anlegestelle in Eutin. Dort trennten sich die Wanderer von den Schifferl-Fahrern. Die Wanderer gingen am Südufer entlang bis zum Hotel Redderkrug, wo auch die Anlegestelle der Seen-Rundfahrt war. Nach dem gemeinsamen Mittagessen umrundeten die Wanderer weiter den See, die Schifferl-Fahrer fuhren zurück nach Eutin. Nur, irgendwie hat es mit der Fahrplanauskunft nicht so ganz gestimmt. Was soll’s, alle haben sich am Anleger wieder getroffen und anschließend noch eine kleine Runde durch Eutin gemacht. Danach ging es zurück ins Hotel.

Wetter: ohne Kommentar.

Montag, 28. Mai

Heute die große Überraschung: mit dem Auto ging es nach Preetz-Schellhorn. Nie zuvor gehört, seit heute gut bekannt als die Wasserungsstelle von Kanus und Kajaks. Johannes hat ein 10-er-Kanu angemietet. Wir waren 11, sodass wir das 10-er- und ein 2-er-Kanu bestiegen. Wir hatten nur leider die Rechnung ohne unseren Hütehund Scully gemacht. Sie konnte es irgendwie nicht so recht auf die Reihe bringen, dass nicht alle zusammen waren. Also: Scully und Daniela wieder aussteigen und dann passten wir doch alle in ein Schiff. Nachdem alle mit Schwimmwesten ausgestattet waren, bei einer Wassertiefe von meist nicht mehr wie einem halben Meter, ging es auf der Schwentine flussabwärts in Richtung Kiel.

Zuerst ging die Fahrt durch den Kirchsee und den Ort Preetz, vorbei am Gut in Rastorf und nach gut 2 Stunden, und verschiedenen Kontakten mit ins Wasser hängendem Gesträuch und Gebäum, der Kapitän hatte halt keinen Schimmer von richtiger Navigation, kamen wir ohne Verluste an der Anlegestelle in der Nähe von Schwentinetal-Rosenfeld an. Hierhin bestellten wir unser Taxi, Daniela war an der Leihstation zurückgeblieben.

Nach dieser Fahrt stärkten wir uns im Hotel Rosenheim, was Marie zu der Äußerung veranlasste, dass wir uns irgendwie verfahren hätten, denn wir wären ja gleich daheim. Für den Nachmittag hat Johannes einen Besuch in der Stadt Kiel eingeplant. Ohne allzu große Umwege haben wir den Hafen von Kiel erreicht. Vorbei am Schwedenkai ging es mit einer kurzen Unterbrechung weiter bis zu einem Aussichtspunkt am Nord-Ostsee-Kanal. Wie auf Bestellung fuhren dann auch einige große Schiffe in und aus den Schleusen. Mit vielen neuen Eindrücken ging es dann wieder zurück in unser Hotel in Malente.

Bezüglich Wetter: nichts Neues!

Dienstag, 29. Mai

Heute bläst ein kalter und sehr starker Wind. Sind wir gar nicht gewöhnt. Der sonst so ruhige Dieksee hatte heute schaumgekrönte Wellen! So wird beim Frühstück kurzfristig beschlossen, dass vormittags mal nur ein Stadtbummel durch Malente eingeplant wird und wir uns Mittag wieder treffen und dann weiter sehen wollen. Die einen gingen in den Kurpark, die anderen zum Shoppen, haben aber nichts gekauft und ein paar wenige fuhren zur Glasbläserei. Stephan konnte dort  selbst eine Glaskugel blasen. Die wurde dann mittags entsprechend herumgereicht, was zur Folge hatte, dass nach dem Besuch in Plön ein weiterer Glasbläserei-Besuch anstand. Das Wetter hatte sich so weit gebessert, dass wir in Plön im Freien am Ufer eine kleine Mittagspause einlegen konnten. Nach der Mittagspause wurde hier dann geshoppt, zumindest von Martina, die anderen nur ein kleines Eis. Von Plön ging es mit einem kurzen Zwischenstopp dann zur Glasbläserei. Jetzt haben noch vier weitere aus der Gruppe eine Glaskugel geblasen, sogar Daniela, die meinte sie könne nicht einmal einen Luftballon aufblasen. Mit der zerbrechlichen Fracht ging es dann zurück zum Hotel.

Das Wetter war heute anfangs sehr kalt und windig, wurde im Laufe des Tages immer besser und am Abend schien die Sonne schon wieder ganz ordentlich. Zum draußen Essen war es denn doch zu kühl.

Mittwoch, 30. Mai

Aufbruch und Rückreise nach München.

Man mag es kaum glauben: es gab keinen Tag, an dem irgendwelche Irrläuferinnen und/oder Irrläufer wo auch immer abgeholt oder eingefangen werden mussten!!

Statt den Worten zum Anfang, noch ein Gedanke zum Schluss des Berichts:

Schon seit Urzeiten empfinden die meisten Menschen den Anblick,
die Geräusche und Gerüche fließender Gewässer als anheimelnd.
Dort, wo es ein Ufer gibt sind auch Menschen,
angezogen von einem unbestimmten Bedürfnis
und in größerer Anzahl als anderswo.
Ob man an einem Sommertag am Meeresstrand steht
und ein paar Minuten auf die geheimnisvolle Urtiefe schaut oder
ob man von einem zufriedenen Leben
in einem Häuschen am Fluss träumt
– die Nähe von Wasser spricht zeitlos zum Herzen.

In diesem Sinne bis zum nächsten Jahr, wenn’s dabei bleibt, auf den Waalwegen in Südtirol.