Wanderwoche im Vinschgau 2013

Wanderwoche im Vinschgau vom 9. bis 17. Mai 2013

Schon im letzten Jahr war das Ziel angedacht,

2013 werden die Waalwege inSüdtirol unsicher gemacht.

An Christi-Himmelfahrt, später als geplant gestartet,

wir alle haben auf Stephan und Manda gewartet.

Landschaftlich sehr schön ging’s über Zirlerberg und Jaufenpass,

von Johannes nett gemeint, gab’s Kehren ohne Unterlass.

Endlich, etwas ‚grün‘ angekommen in Morter, im Hotel Krone,

passte unsere Truppe natürlich in keinerlei übliche Schablone.

Bestens gelaunt und bunt gemixt, gut oder schlecht zu Fuß,

flotte Rollis per Muskelkraft oder auch mit Stromanschluss;

mit 6-PS ging’s dahin mit Irmgard und ihrem Karli-Mann,

bei Regen gab’s halt einfach a Plastikhoserl an,

alles an Touren wurde gemeistert und vollendet bezwungen,

das schaffte auch die schnelle Rosi mit Gips und Raucherlungen.

Manda, Erika und Christine gingen so manche kleine Runde,

mit den anderen trafen wir unsmittags, zur vereinbarten Stunde.

Die mutige Hilla überwand mit Hilfe von Christl und Hanne

Abhänge, Steilhänge und so manche querliegende Tanne.

Tschars, Schlanders, Schloss Juval, Meran all diese schönen Orte

Genossen wir diesmal auch ohne jeden Tag ein großes Stück Torte!

Beim Bierkeller dann noch eine Waalweg mit Wasser entdeckt,

Originalton Gottfried: „ja, wo hat der sich denn die ganze Zeit versteckt?“

Bei strömendem Regen das Marmorwerk in Laas besichtigt

und unsere Kenntnisse in Sachen‚ weißes Gold‘ berichtigt.

Abends a ‚Stangerl‘ getrunken, gekartelt, gescrabbelt, herzlich gelacht,

an ‚Willi‘, Grappa oder Ramazotterl genossen zur guten Nacht.

Mit dem Wetter meist glückg’ habt, vom leckeren Essen verwöhnt,

ging’s schnell wieder heim, mit uns und der Welt versöhnt.

Und nächstes Jahr geht’s dann vielleicht in die Lüneburger Heide

mit’m Superteam Johannes und Stephan, unser herzlicher Dank geht an Euch beide!

Jetzt freuen wir uns noch auf den tollen Film vom Gottfried, unsrem Regisseur,

der da festgehalten hat, viel Landschaft und so manch‘ Malheur!

Wäre schön, wenn da dann alle dabei sein könnten, damit ein jeder sieht, wie schön die Wanderungen waren.

Daniela, 5. Juni 2013

Donnerstag, 9. Mai

Dieses Mal war alles ein Wenig anders. Zuerst holten wir Rosi und dann Irmgard und Karl in Riem ab. Larissa hatte den Wecker von Stephan auf 8 Uhr gestellt, das Treffen im Büro wegen der Autoschlüssel war für 8 Uhr geplant, irgendwie ein Organisationsfehler. Manda wurde dadurch auch später abgeholt. Wir trafen uns zwar um 9 Uhr am Parkplatz „Michaelibad“, das heißt der größte Teil, es dauerte dann doch fast bis 10 Uhr, bis es losging. Es ging über die Autobahn Richtung Garmisch, vorbei an Mittenwald über den Zirler Berg in Richtung Innsbruck, weiter zum Brenner. Kurz vor der Grenze wechselten wir auf die Landstraße. In Sterzing zweigten wir dann Richtung Jaufenpass ab. Bevor es auf die Passstraße ging stärkten wir uns bei einer kleinen Mittagspause. Zuerst durch viel Wald, dann kamen die eher kahlen Hochflächen und auf der Passhöhe, bei 2.094 Meter hatten wir dann noch genügend Schnee. Nach einem kurzen Stopp ging es dann weiter. Nicht bedacht wurde, dass unsere Neue, Hilla, für solche Fahrten eher nicht so geeignet ist, zumal wir jetzt wieder nach unten in das Passeiertal mussten! In St. Leonhard in Passeier hatte sie es dann überstanden und es ging durch das landschaftlich schöne Passeiertal Richtung Meran. Leider gibt es keine Umgehungsstraße und so mussten wir durch Meran um in Richtung Vinschgau zu kommen. Es war nicht mehr weit, aber sehr viel Verkehr und Stau. Schließlich haben wir es doch geschafft, haben die Hauptstraße bei Latsch verlassen um nach Morter, am Eingang zum Martelltal, zu unserer Unterkunft dem Hotel Krone zu kommen. War dann schon etwas später, noch rechtzeitig zum Abendessen.

Freitag, 10. Mai

Heute war, keiner wollte es so recht glauben, der 91. Geburtstag von Karl, den wir dann, weil Irmgard immer so von ihm sprach, auch Karli-Mann nennen durften. Ein kleines Ständchen zum Frühstück und nach dem Frühstück ging es dann los, es sollte der Neuwaal sein. Wir teilten uns auf, einmal die Fußgänger und einmal die Rolli-Fahrer, die etwas später. Vom Hotel aus durch die Obstgärten, nach der Brücke über den Plimbach weiter zur Ruine Untermontani. Diese sieht man auch vom Hotel aus schon sehr schön. Nach der Ruine Obermontani sollte es dann weiter am Neuwaal in Richtung Latscher Hof gehen. Der Weg war mal wieder nicht so gut zu finden und so ging eshalt dann kreuz und quer durchs Gelände, letztlich dann doch zu unserem Treffpunkt dem Bierkeller. Die Rollifahrer haben einen anderen Weg genommen, an einer Stelle aber schon gewaltig steil, doch auch dieser Weg führte uns zum Bierkeller. Nach einer Stärkung ging es dann auf ‚Variationen‘ wieder zurück zum Hotel.

Das Wetter hat bis auf einige wenige Tropfen Regenganz gut mitgespielt.

Samstag, 11. Mai

Nach dem Frühstück ging es ein gutes Stück in das Martell-Tal, an dessen Eingang Morter liegt. Beim Biathlon-Center, kurzvor dem Zufritt-Stausee stieg die Gruppe aus. Stephan und Johannes schauten sich am Vortag den Weg an, denn es hatte nachts geregnet. Beide meinten, der Weg sei einigermaßen gut begehbar, welch ein Irrtum! Während die einen wanderten wurden die Rolli-Fahrer abgeholt, damit auch sie ein Stück unterwegs sein konnten. Aber: kaum war Rosi ausgestiegen, schon konnte sie nicht mehr rechtzeitig bremsen und fiel vorn über aus dem Rolli! Auweh!! Nachdem der Weg nicht so gut begehbar war, sammelten unsere Fahrer alle so nach und nach ein um uns in Gand im Marteller Hof abzuladen, Mittagspause. Johannes machte sich in der Zwischenzeit mit Rosi auf ins Krankenhaus nach Schlanders. Ergebnis von Rosis Bremsversuch: doppelter Unterarmbruch, wie sich in München dann herausstellte, sehr komplizierter Trümmerbruch! Die Unentwegten sind nach der Mittagspause dann am Plimbach entlang noch bis Egg gewandert. Durch Rosis Unfall war heute alles ein wenig durcheinander.

Das war heute kein Waalweg, dennoch viel Wasser, nur von unten, von oben: es gab zwar wieder ein paar Tropfen, aber eher nicht erwähnenswert.

Sonntag, 12. Mai

Vom Hotel aus ging es heute auf einem Stück der ‚Via Claudia Augusta‘ Richtung Schlanders, da war doch gestern was? Weiter entlang der Etsch, auf dem Etsch-Radweg bis zu den Bruggerhöfen. Dort wurden wir von unserem Privattaxi abgeholt und nach Laas zum Campingplatz gebracht. Die Gaststätte am Campingplatz war genau das, was wir brauchten: gut ausgestattet, schön gelegen und ruhig. Von dort aus waren auch die Rolli-Fahrer unterwegs. Die unmotorisierten waren nicht allzu weit unterwegs, Irmgard legte mit Karli-Mann im Schlepptau so richtig los. Mit dem E-Rolli ging es bis Schlanders, wo die beiden am Bahnhof abgeholt und zurück nach Laas gebracht wurden. Nach der Mittagspause marschierten die Wanderer Richtung Brugghöfe zurück, die schnelle Irmi wurde mit Karli-Mann nach Göflan zur Weiterfahrt nach Morter gebracht. Im Hotel trafen wir uns dann alle wieder. Heute war im Hotel Ruhetag und so fuhren wir in den bekannten Bierkeller zum Abendessen.

Das Wetter hat gut mitgespielt. Bis auf den recht frischen Wind am Abend, war es sehr schön.

Montag, 13. Mai

Das Angebot heute: der Schnalser Waalweg von Schloss Juval, Messners Moutain Museum, nach Kastelbell. Nur ein kleiner Teil machte sich auf den Weg. Irmgard und Karli-Mann starteten am Bahnhof in Latsch und kamen … bis Naturns!! Die Rolli-Fahrer waren ein Stück etsch-aufwärts und wieder zurück unterwegs. Die Wanderer mussten wegen Baustellen auf dem Weg auch umdisponieren, mit unseren Taxis kein Problem, also in Tschars abholen. Die Mittagspause im Angergutkeller in Marein hat allen bestens gepasst. Irmgard und Karli-Mann haben in Naturns dann umgedreht und sind wieder nach Kastelbell zurückgekommen. Nach der Mittagspause ging es zurück nach Latsch, von wo aus die einen und anderen zu Fuß zum Hotel gehen wollten, war jedoch eher schlecht ausgeschrieben und so gab es wieder kleine Umwege, dennoch kamen alle wieder heil zuhause an.

Auch heute hat das Wetter wieder gut mitgespielt, bis auf ein wenig Wind.

Dienstag, 14. Mai

Einstimmig wurde besprochen, dass es heute mit dem Zug nach Meran geht. Gesagt, getan, alle waren pünktlich abfahrtsbereit. Die Vinschger-Bahn ist sehr, sehr gut auf die Gäste, auch auf Rollstuhlfahrer, eingestellt. In Meran haben wir vereinbart, dass jede und jeder das machen soll, was sie oderer gerne möchte. So hat sich die Gruppe in verschiedene kleinere aufgeteilt und Meran unsicher gemacht. Treffpunkt war der Bahnhof, von wo aus es dann gemeinsam wieder zurück nach Goldrain, unserem Ausgangspunkt ging.

Das Wetter war heute sehr schön, Mittagspause im Freien, später ein Eis, passt!

Mittwoch, 15. Mai

Latschanderwaalweg, so lautete heute das Programm. Nachdem der Weg eher eben ist war heute eine große Gruppe unterwegs. Mit dem Auto ging es zuerst durch Goldrain bis Tiss. An der Kirche hieß es Aussteigen. Der Latschanderwaalweg führte uns wieder bis nach Kastelbell, aber heute nicht in den Angergutkeller, sondern ein Stück weiter in den Gstirnerhof, wo wir in dem alten Kellergewölbe Mittagspause machten.

Ganz so toll war das Wetter heute nicht, gegen Abend fing es dann auch zu regnen an, mal sehen!

Donnerstag, 16. Mai

So war das nicht geplant: es regnet ganz kräftig! Beim Frühstück entscheiden wir uns, das Marmorwerk in Laas anzuschauen. Da war zwar auch sehr viel im Freien, dennoch haben wir es nicht bereut.

Den ganzen Tag hat es geregnet, und zwar kräftig!

Es hat dann das Abendessen dem verregneten Tag einen schönen Abschluss gegeben. Wobei, nicht nur heute war das Abendessen ausgezeichnet, es war jeden Tag ausgezeichnet. Die Nachspeisen haben zwar nicht mehr so richtig reingepasst, nach reichhaltigem Salatbuffet, Vorspeise, Suppe oder Pasta, und gutem Hauptgang, aber es fanden sich meist doch noch „Hohlräume“ um auch die noch unterzubringen.

Freitag, 17. Mai

Für die Rückfahrt hat Johannes entweder das Timmelsjoch oder den Reschenpass eingeplant. Mit Rücksicht auf Hilla wäre das Timmelsjoch ausgefallen, wegen des vielen Schnees war es eh nicht offen und das Wetter war auch nicht schön. So ging es nach dem Frühstück vorbei an Schluderns, Mals und Burgeis Richtung Reschenpass. Bevor wir auf die Höhe von Valentin auf der Haide kamen war dichtester Nebel, der sich dann jedoch wieder auflöste. Am Reschensee waren dann alle, die ihn noch nicht gesehen hatten, auf den alten Kirchturm von Graun im Vinschgau gespannt, der im See steht.

Noch zusätzlich was Gutes zum Schluss:

Man mag es kaum glauben: es gab keinen Tag während unserer Wanderwoche im Vinschgau, an dem irgendwelche Irrläuferinnen und/oder Irrläufer, wo auch immer abgeholt oder eingesammelt werden mussten!