Urlaubs- und Wanderfahrt ins Zillertal 2009

In diesem Jahr unternahmen wir eine Urlaubs- und Wanderfahrt ins Zillertal, in den Süden Tirols. Nein, es ging nicht sozu „gach“ wie es sich anhört. Beides, das Tal und seine Nebentäler mit den Stauseen haben ihre Reize und wurden von uns gut und bequem erreicht. Es war eine rund um gelungene Reise und mit dem Wetter hatten wir trotz nicht so positiver Prognosen sehr viel Glück.

Nachfolgend lesen Sie den Reisebericht.
Vielleicht machen Ihnen die Zeilen ja Lust darauf, im nächsten Jahr mit dabei zu sein? Wir würden uns sehr freuen!

Dienstag, 12. Mai

Wie gewohnt starteten wir um 9.00 Uhr ganz pünktlich, Erni hat schon gewartet, an der bekannten Sammelstelle, Parkplatz U-Bahnhaltestelle Michaelibad. Das Wetter hat nicht so einladend ausgesehen und wir hofften auf eine Besserung. Die Fahrt führte uns vorbei am Tegernsee, über den Achenpass nach Achenkirch.

Der erste Halt war dann an der Schiffsanlegestelle Scholastika in Achenkirch. Von hier ging es mit dem Schiff bis zur Gaisalm. Ab der Gaisalm führte uns ein Wanderweg am Seeufer entlang nach Pertisau. Anfangs war der Weg ein wenig holprig, dann ging es recht gemütlich dahin. In Pertisau, es musste noch schnell ein paar Tropfen regnen, legten wir eine kurze Kaffee-, Strudel- und Eispause ein.
Der Fortsetzung der Fahrt führte uns vom Achensee hinunter ins Inntal und weiter ins Zillertal, direkt zu unserem Hotel dem „Eckartauer Hof“.

So schlecht, wie das Wetter in München ausgesehen hat, war es doch nicht. Bis auf die paar wenigen Tropfen in Pertisau hatten wir viel Sonnenschein und ein paar Wolken. Erst im Zillertal hat es mehrmals kurz und heftig geregnet.

Mittwoch, 13. Mai

Nachdem alles ein wenig nass war haben wir heute eine Wanderung entlang dem Ziller, ja es heißt „der Ziller“, unternommen. Die eine Gruppe von Mayerhofen aus in Richtung Zell a. Ziller, die andere Gruppe von Ramsau i. Zillertal aus. Gemeinsam wurde in der „Kerzenstube“ eine kurze Mittagspause eingelegt, bevor es weiter Richtung Fügen ging. Die eine Gruppe ging bis zum Haltepunkt Erlach, die anderen bis zum Haltepunkt Angererbach-Ahrnbach. Beide wurden vom Taxidienst in Mayerhofen am Bahnhof abgeholt und ins Hotel zurückgebracht.
Wieder, bis auf ein paar wenige Tropfen, hat das Wetter gepasst.

Donnerstag, 14. Mai

Für heute hat es geheißen, das Wetter soll sehr schön sein. Außerdem war heute für die Giro d’Italia das Ziel in Mayerhofen, so dass wir uns ins Zillergründl zurückgezogen haben. Und, das Wetter war tatsächlich sehr schön. Mit dem Auto ging es bis zum Ende der Mautstraße an der Bärenbad-Alm. Mit der mächtigen Staumauer im Rücken begann die eine Gruppe den Rückweg in Richtung Mayerhofen. Leider haben sie irgendwie den Weg etwas verloren. War aber nicht so schlimm. Sie haben dafür anders erlebt, Lawinenstriche, Murmeltiere, Erni beim Baden. Alles hat so seinen Reiz!

Die zweite Gruppe wanderte langsam vom Kraftwerk Häusling in Richtung „Klaushof“. Pech aber auch, der hatte noch nicht offen. Der Chauffeur hat auf die Schnelle eine kleine Brotzeit in Mayerhofen besorgt. Das Picknick konnte bei dem schönen Wetter problemlos stattfinden. Anschließend ging es weiter in Richtung Mayerhofen, die einen durften gleich wieder aussteigen, die anderen noch ein ganzes Stück weiter mitfahren. Getroffen haben sich die beiden Gruppen kurz vor dem Hotel „Zillergrund“ . Die letzten Meter legten alle gemeinsam zurück. Nach einem kurzen Blick von der alten Zillertalstraße in die Klamm des Ziller ging es zurück ins Hotel.
Oben an der Bärenbad-Alm war es sehr windig, und bedingt durch die Höhe auch etwas kühl, ansonsten schönstes Wetter.

Freitag, 15. Mai

Heute schaute der Himmel nicht ganz so gut aus, dennoch sind wir in Richtung „Stillup-Speicher“ aufgebrochen. Über die Mautstraße, die noch mautfrei war, ging es vorbei an der Stillupbachklamm in Richtung Stausee. Links und rechts der Straße waren nach dem Gasthaus „Lacknerbrunn“ die ersten Reste von Lawinenabgängen zu sehen. Diese gingen teilweise bis an die Straße heran. Unsere Fahrt endete am Parkplatz vor dem Gasthof „Wasserfall“. Hier teilte sich unsere Gruppe wieder in die Wanderer und Spaziergänger. Alle gingen taleinwärts in den Stillupgrund. Für die Wanderer ging es vorbei am „Stilluphaus“ weiter, meist leicht, zum Schluss etwas steiler ansteigend, bis zur „Grüne Wand-Hütte“ . Die Hütte wurde von einer Lawine sehr stark in Mitleidenschaft gezogen, etwa ein Drittel wurde fortgerissen. Der Kachelofen, der das Gastzimmer erwärmte, stand mit dem anderen Teil im Freien, bisher war auch dort ein Gastzimmer. Aber die Handwerker waren fleißig am Machen.

Nach einer kleinen Stärkung ging es auf dem gleichen Weg wieder zurück. Leider regnete es mittlerweile ein wenig. Die Spaziergänger legten am Stilluphaus ihre Pause ein. Sie hatten das Vergnügen den Wirt beim Harfespielen zu erleben und es gab keinen Regen. Kurz nach dem Stilluphaus trafen beide Gruppen zusammen und legten den Weg zum Auto gemeinsam zurück. Nach einer kurzen Kaffeepause im Gasthof „Wasserfall“ ging es zurück ins Hotel.

Samstag, 16. Mai

Der Wetterbericht hat für heute Regen angesagt. Da es jedoch nach dem Frühstück noch nicht geregnet hat, wagen wir einen Ausflug ins untere Zillertal. Für Nachmittag bei Regen planen wir eine Besichtigung. Also auf geht’s zum Haltepunkt Angererbach-Ahrnbach, an dem unsere „Rennsemmeln“ das letzte Mal ihre Wanderung beendeten. Sie dürfen heute hier Richtung Fügen beginnen. Die Spaziergängerinnen starten in Uderns in Richtung Fügen. Es ist so gut aufeinander abgestimmt, dass sich beide Gruppen am Ortrand von Fügen treffen und wir gemeinsam zur Mittagspause einkehren.

Der Wetterbericht hat sich irgendwie etwas geirrt. Statt Regen gibt es Sonnenschein. Die Besichtigung wird kurzfristig storniert, stattdessen werden die Wanderer beim Gasthof „Neuhäusl“ ausgeladen. Die Spaziergängerinnen werden bei Strass im Zillertal abgesetzt. Beide Gruppen wandern sich entgegen. Der Treffpunkt ist in der Nähe der Mündung des Ziller in den Inn. Wir haben noch etwas Zeit und beschließen, einstimmig, in Zell am Ziller im Cafe Gredler noch einen Kuchen zu probieren. Der hat doch tatsächlich geschmeckt. Doch damit ist heute noch nicht Schluss. Beim Hotel angekommen beschließen wir noch einen kleinen Hofeinkauf. Nicht Butter, Eier, Wurst oder Käse. Selbstgebranntem Schnaps gilt unser Einkauf, natürlich nicht, ohne dass wir vorher probieren mussten, was wir kauften. Nach guter Verköstigung und gut bepackt, ging es dann endgültig zurück ins Hotel.
Schön, dass der Wetterbericht heute so daneben lag.

Sonntag, 17. Mai

Wolkenloser Himmel schon am Morgen. Heute stand auf unserem Programm eine Fahrt von Zell am Ziller über Hainzenberg nach Gerlos und weiter zum Speicher Durlaßboden . Diesen Weg nahmen auch die Teilnehmer der Giro d’Italia am Donnerstag. Unsere Gruppe war heute zum ersten Mal dreigeteilt. Christl und Erni stiegen unterhalb der Staumauer aus und begannen ihren Weg dort. Es ging an der Bärschlagalm vorbei weiter bis zum Gasthof „Finkau“. Unsere Rennsemmeln fuhren noch ein Stück weiter mit und begannen ihren Weg am Nordostufer des Stausees. Die beiden legten zusätzlich den Weg entlang des Nordufers zurück, eh sie dann über einen weiteren kleinen Umweg auch in Finkau ankamen. Die Spaziergänger wurden noch ein Stück weiter Richtung Finkau abgesetzt und spazierten auf der Fahrstraße langsam in Richtung Talschluss. Eigentlich war eine Einkehr im Gasthof „Finkau“ geplant, aber: Finkau war noch zu! War aber halb so schlimm, wir hatten von unserem letzten Picknick noch genügend „Reste“ da, so dass die Versorgung sichergestellt war. Und um möglichen Komplikationen vorzubeugen gab es für alle einen kleinen Schnaps, der so ganz zufällig vom gestrigen Einkauf noch im Auto war.

So gestärkt traten wir dann die Rückfahrt an. Ein kurzer Zwischenstopp in Gerlos um unsere Rennsemmeln aussteigen zu lassen, dann ging es weiter bis Gmünd und den Rennsemmeln ein Stück entgegen. Dem allgemeinen Wunsch wurde selbstverständlich entsprochen und die Rückfahrt, nicht in Richtung Hotel, sondern in Richtung Cafe Gredler, fortgesetzt. Jetzt, nach Kaffee, Eis und Kuchen ging es erst zurück zum Hotel.

Das Wetter war einfach grandios, die Berge, der Schnee, das saftige Grün, der blaue Himmel, nur ganz vereinzelt kleine Wölkchen.

Montag, 18. Mai

Eigentlich sollte das Wetter heute sehr schlecht sein, zumindest ab Nachmittag hätte es regnen sollen. Stattdessen hatten wir den ganzen Tag Sonnenschein. Der heutige Ausflug im Rahmen unserer Urlaubs- und Wanderfahrt ins Zillertal führte über Finkenberg, Vorderlanersbach, Lanersbach bis nach Hintertux. Dort sind wir kurz ausgestiegen um das Skigebiet des Hintertuxer Gletschers, vom Tal aus, anzuschauen. Auf dem Weg zurück stiegen unsere Wanderer kurz vor Madseit aus und wanderten am Tuxer Bach entlang Richtung Vorderlanersbach. Die Spaziergänger stiegen in Lanersbach aus und spazierten, ebenfalls entlang des Tuxer Baches, auch Richtung Vorderlanersbach. Kurz vor dem Ort trafen sich die beiden Gruppen und so ging es gemeinsam zur Mittagspause. Es war nur ein Haus offen, für eine Kleinigkeit. Nur, als wir dann unsere bestellten Kleinigkeiten kamen, stellte sich heraus, dass es etwas mehr als nur Kleinigkeiten waren. Wegen dieser großen Kleinigkeiten mussten wir dann noch ein Stück laufen.

Die Wanderer wurden am Ortsausgang von Mayerhofen , beim Waldfestplatz, abgesetzt, die Spaziergängerinnen beim Burgschrofen. Die Wanderer gingen direkt zum Hotel, die Spaziergängerinnen schlenderten entlang des Zillers und wurden unmittelbar am „Aufstieg“ zum Hotel vom Taxi abgeholt. Nach einer kurzen Pause auf den Zimmern trafen wir uns zum gemeinsamen Kaffee, zu dem uns die Wirtin heute Morgen eingeladen hat. Wir erfuhren es aber erst beim Stopp in Mayerhofen.

Dienstag, 19. Mai

Auch für heute sagte der Wetterbericht nicht so gutes Wetter vorher, aber es kam dann doch ganz anders. Den ganzen Tag hatten wir schönes bis schönstes Wetter.
Die Fahrt ging heute in Richtung Ginzling und weiter bis zum „Gasthof Breitlahner“. Hier beginnt die Mautstrecke zum Schlegeisspeicher . Die Mautstraße war noch geschlossen, so dass wir über die alte Straße wieder Richtung Ginzling zurückfuhren. Die Straße ist sehr abenteuerlich. Unsere Wanderer stiegen am Kraftwerk Rosshag aus und marschierten nach Ginzling und weiter, an der „Gamsgrube“ vorbei, bis zum „Gasthof Karlsteg“. Hier trafen sich die Spaziergänger, die vom „Leitenhof“ bis Ginzling gingen und von dort mit dem Auto zum Karlsteg kamen, wieder mit den Wanderern.

Nach der Mittagspause ging es weiter nach Zell am Ziller und von dort in Richtung „Zillertaler Höhenstraße“ weiter, zum Schluss doch sehr abenteuerlich, bis zur „Glockenaste“. Das ist die Hütte, die Johannes seit einigen Jahren gepachtet hat. Hier gab es zur Begrüßung erstmal einen Hüttenschnaps und dann Kaffee, frisch aufgebrüht, und Kuchen, mit handgeschlagener Sahne, von unserem Chauffeur.

Nach der abenteuerlichen Fahrt zurück zur Zillertaler Höhenstraße ging es weiter bergauf. Vorbei an der „Hirschbichl-Alm“ zum Melchboden, der höchsten Stelle mit etwas über 2.000 m. Der Weg hinunter nach Hippach/Schwendau zog sich lange dahin, war gefüllt mit sehr schönen Aussichten in das Zillertal. Endlich wieder im Tal war unser Tag noch nicht zu Ende. Es gab noch einen kleinen Umweg über das „Schusterhäusl“, den Wirtsleuten der Glockenaste. Anna, die Bäuerin, brennt jedes Jahr ihren eigenen Schnaps. Alle durften probieren und anschließend wurde reichlich eingekauft. Ganz ungewohnt kamen wir erst nach 6 Uhr im Hotel an. Das Abendessen schmeckte nach dem ausgefüllten Tag, und dem reichlichen Schnaps, wie jeden Abend sehr gut.

Nachdem es schon so spät war haben wir beschlossen, das Kofferpacken auf den nächsten Tag zu verschieben. Wir wollten noch schauen, wie viele Ochsen heute noch auf dem Spiel stehen.

Mittwoch, 20. Mai

Heute ging es wieder nach Hause. Wir haben uns entschieden, zum Abschluss unserer Urlaubs- und Wanderfahrt ins Zillertal noch einen Stopp am Achensee einzulegen, die Fahrt nach München ist nicht so weit. Unsere Wanderer stiegen an der Anlegestelle „Seehotel“ aus und setzten mit dem Schiff wieder zur „Gaisalm“ über. Von dort wanderten sie in Richtung Achenkirch . Die Spaziergänger legen den Weg auf der alten Achensee-Straße gemütlich zurück. Den Wanderern fuhr unser Chauffeur ein Stück entgegen und wir trafen uns zu einem gemeinsamen Mittagessen in Achenkirch. Anschließend ging es über den Tegernsee wieder zurück nach München.

Obwohl es bei der Abfahrt in München ganz anders ausgesehen hat und der Wetterbericht oftmals recht schlechtes Wetter angesagt hatte, so hatten wir bis auf eine Stunde, und hier auch nur die Wanderer, keinen Regen.