Urlaubs- und Wanderfahrt in das Altmühltal 2016

Zu unserer Urlaubs- und Wanderfahrt in das Altmühltal 2016 brachen wir zwar erst am Sonntag in Richtung Altmühltal auf, nur war der Samstag durch die Gepäckabholung dieses Mal schon sehr intensiv. Die Abholung von Irmgards E-Rolli hat sich bereits als eine eigene Prozedur dargestellt.

Unsere Rampen waren um ca.20 bis 30 cm zu kurz waren und man benötigt eigens eine Randsteinhöhe für das Einladen. Ging dann auch und so war gegen 21.30 Uhr fast alles eingeladen. Die Abholung von Ingrid mit ihren Sachen wurde dann auf Sonntag verlegt.

 

Sonntag, 12. Juni

Abholung von Maria und Ingrid. Alle anderen kamen zum bekannten Treffpunkt. Wobei Christl und Gottfried sich mit ihrem Auto uns anschlossen und Carmen und Eugen direkt nach Eichstätt fuhren. Wir waren somit mit drei Fahrzeugen gemeinsam unterwegs.

Von unserm Treffpunkt ging es dann, dieses Mal erst so gegen 9.45 Uhr, über die Autobahn in Richtung Nürnberg. Einen ersten kurzen Stopp legten wir in der Rastanlage Fürholzen ein, weil der morgendliche Kaffee seinen Tribut forderte. Anschließend weiter, an Ingolstadt vorbei bis zur Rastanlage Köschinger Forst, wieder nur ein kurzer Stopp. Wir nahmen dann die Ausfahrt Denkendorf und fuhren Richtung Kipfenberg hinunter ins Altmühltal. Im Ortsteil Grösdorf haben wir unsere Mittagspause im Gasthof ‚Zum blauen Hecht‘ eingelegt, und wir sind auf der Terrasse gesessen.

Die Weiterfahrt war dann jedoch sehr nass, es hat teilwiese ‚geschüttet‘ ohne Ende. In Eichstätt angekommen, es hat nur ganz leicht geregnet, sind Christl und Klaus, ein ‚Neuling‘ in der Gruppe, ausgestiegen und den Weg über die Höhe der Willibaldsburg und an der Frauenbergkapelle vorbei zu unserem Hotel ‚Zum Hirschenwirt‘ in Wasserzell gewandert, war teilweise ganz schön nass und glitschig. So ganz haben sie den Weg nicht gefunden, aber Dank Handy und persönlichem Taxi, Gottfried am Bahnhof, sind dann auch sie gut angekommen.

 

Montag, 13. Juni

Der Wetterbericht für die Tage verhieß nun nicht so Gutes. Für den heutigen Tag hat es auch gar nicht so gut ausgeschaut. Johannes hatte so seinen Plan, hat vorsichtshalber vor dem Frühstück noch eine Erkundungsfahrt gemacht und musste feststellen, dass es die in den Wanderführern angegebenen Gaststätten gar nicht mehr gibt. Also, Umplanen!

Die neue Route war dann vom Hotel ein Stück auf dem Altmühltal-Radweg bis Obereichstätt und von dort auf den Altmühltal-Panoramaweg. Nach einem Stück auf diesem sind sie dann wieder an der Stelle auf den Radweg gewechselt, auf dem die Rolli-Fahrerinnen ihren Weg begonnen hatten. In Breitenfurt haben sich die beiden Gruppen dann wieder getroffen. In Breitenfurt auch keine Gaststätte, also weiter nach Dollnstein. Nach kurzem Suchen haben wir eine schöne Gaststätte für die Mittagspause gefunden, wieder konnten wir im Freien sitzen, trotz eines leichten Regens am Tourstart.

Nach der Mittagspause ging es dann zurück in Richtung Breitenfurt, die Wanderer oben am Maderfelsen vorbei über den Burgstein, die Rolli-Fahrerinnen unten am Burgstein vorbei. Zwei Minuten bevor es wieder ordentlich zum Regen begann waren alle wieder in den Bussen und es ging zurück nach Wasserzell.

Was hat unsere Irmgard, zusammen mit Christine, die mit dem Fahrrad dabei war, gemacht? Sie waren in Eichstätt und haben sich dort ein wenig umgeschaut.

 

Dienstag, 14. Juni

Der heutige Weiterweg begann nicht in Dollnstein, wir sind ein Stück weitergefahren und haben in Hagenacker unsere Wege begonnen. Die Wanderer wieder oben, die Rolli-Fahrerinnen wieder unten. Es ging an der Hammermühle vorbei bis nach Mörnsheim, wobei die Wanderer ab Altendorf den unteren, etwas kürzeren Weg genommen haben. Zum Mittagessen in Mörnsheim waren dann alle zusammen. Auch Irmgard und Christine waren hier, sie sind mit E-Rolli und Fahrrad den ganzen Weg gefahren und waren ganz begeistert.

Nach dem Mittagessen haben wir uns dann aufgeteilt. Die Wanderer gingen über den Maxberg, mit seinen Steinbrüchen, nach Eßlingen, ging ganz schön nach oben, die Rolli-Fahrerinnen fuhren nach Solnhofen und spazierten von dort zurück nach Eßlingen. In der Nähe von Eßlingen gibt es das Naturdenkmal die ‚Zwölf Apostel‘, wir haben uns dann beim ‚13. Apostel‘ zu riesigen Kuchenstücken und Kaffee getroffen, übrigens wieder im Freien, auch wenn es mal ganz kurz etwas getröpfelt hat. Von dort ging es dann zurück nach Wasserzell.

Christine nahm mit ihrem Fahrrad unseren Taxiservice in Anspruch, unsere ‚Rennsemmel‘ Irmgard machte sich mit ihrem Rolli auf den Weg. Dann erreichte unseren Chauffeur ein Telefonat: der Strom ist alle, ich bin in Breitenfurt und komme nicht weiter! Kein Problem, die Rampen sind ja im Auto, also fuhren Stephan und Johannes den ‚lahmen‘ E-Rolli samt Fahrerin in Breitenfurt abholen.

Mit dem Wetter hatten wir wieder sehr viel Glück und niemand wurde richtig nass.

 

Mittwoch, 15. Juni

Heuteam 4. Tag unserer Urlaubs- und Wanderfahrt in das Altmühltal 2016 ging es nicht Altmühl aufwärts sondern Altmühl abwärts, beginnend in Eichstätt, sehr zum Leidwesen der Wanderer, denn sie mussten erstmal ein ganzes Stück durch Eichstätt. Sie wanderten an Häringhof vorbei in Richtung Landershofen und weiter nach Pfünz. Edeltraud meinte, wir müssen uns unbedingt die Rekonstruktion des Römerkastells anschauen, also dort treffen. Die Rolligruppe begann den Tag in Pietenfeld a.d. Leithen, ein kleiner Ortsteil von Landershofen. Es ging wieder auf dem Altmühltal-Radweg entlang, ebenfalls bis nach Pfünz. Dadurch dass die Rolli-Gruppe doch einen erheblich kürzeren Weg hatte wurden sie zuerst auf die Höhe zum Römerkastell gebracht, es liegt gut 40 Meter oberhalb. Die Wanderer wurden an der Hauptstraße abgeholt, nachdem sie die mittelalterliche Steinbrücke über die Altmühl überquert hatten, und auch zum Kastell chauffiert. Nachdem die Gaststättensituation wieder nicht so ‚prickelnd‘ war fuhren wir bis nach Walting zur Mittagspause. Der Landgasthof ‚Gut Moierhof‘ war dann mit seinen vielen Nebengebäuden schon sehr eindrucksvoll. Zuerst haben wir im Freien platzgenommen, dann meinte Johannes, dass es doch sehr duster würde, ob wir nicht doch reingehen sollten. Gesagt, getan und kurz darauf gab es mal wieder einen ordentlichen Schauer. Er dauerte gerade so lange, bis wir mit allem fertig waren und so konnten wir den Rückweg antreten. Die Wanderer wollten jetzt nicht wieder durch die feuchten sehr hohen Wiesen laufen und haben den Radweg von Walting nach Pfünz vorgezogen. Die Rolli-Gruppe nahm den kürzeren Weg von Inching nach Pfünz. In Landershofen wollten wir noch eine Kaffee-Pause einlegen, aber auch zu.

Irgendetwas war da noch? Ja, Christine und Irmgard wollten mit dem Rad wieder zurück ins Hotel fahren, sind auch so gekommen, war dann doch nicht. Irmgard hat ihren Speedy-E-Rolli ins Gelände gelenkt und ist umgekippt. Bis Stephan und Johannes, Handy sei Dank, vor Ort waren, haben schon zwei Radler die nicht ganz ungefährliche Situation entschärft. Für den heutigen Tag wurde die Fahrerlaubnis eingezogen und der E-Rolli ins Auto verfrachtet. Hätte auch böse ausgehen können.

Alle wieder gut angekommen, kein Regen während wir unterwegs waren, was bei den Wetterkapriolen schon sehr positiv zu vermerken ist!!!

 

Donnerstag, 16. Juni

Heute gehen wir das letzte Stück auf dem Altmühltal-Panoramaweg. Mit dem Taxibus ging es zuerst nach Solnhofen, die Rolligruppe kannte Solnhofen schon vom Dienstag. Die Wanderer stiegen hoch oben in Solnhofen aus und machten sich in Richtung Zimmern auf den Weg, wie die letzten Tage so oft: oben entlang. Die Rolligruppe startete in Zimmern, ebenfalls wie die letzten Tage: unten auf dem Radweg. Heute wollte es mal wieder regnen, so richtig wurde jedoch nichts daraus. Als Stephan den zweiten Bus holen wollte, kam ihm die Wandergruppe in Zimmern entgegen, war wieder alles sehr nass, also unten entlang, der Rolligruppe hinterher. Die waren aber schon fast in Pappenburg. Unmittelbar vor dem Ort gibt es eine besondere Kirche die ’Weiden-Kirche‘. Sie wurde von der evangelischen Jugend gebaut und besteht aus einem metallenen Gerüst, an dem sich Weiden entlang ranken, sehr eindrucksvoll. In Pappenheim haben wir dann eine sehr schöne Gaststätte gefunden, die unsere Rollifahrer durch die Hintertür, durch die Küche, erreichen konnten. Nachdem es heute wieder sehr feucht war, haben die Wanderer beschlossen, dass sie den weiteren Weg nicht wieder ‚obenrum‘, sondern ‚untenrum‘, das heißt entlang dem Altmühl-Radweg nehmen werden. Nachdem unser heutiges Ziel Dietfurt i.Mfr. sein wird, fährt die Rolligruppe schon mal voraus und geht den Wanderern entgegen. Das Programm war heute etwas gekürzt, weil wir bei der Rückfahrt den 13. Apostel nochmals besuchen wollten. Speedy-Irmgard und Radlerin Christine sind ab Solnhofen, unten!, bis Pappenheim unterwegs gewesen. Vielleicht ist Irmgard ihr gestriger Ausflug ins Gelände noch ein wenig in den Knochen gesteckt? Nach der Mittagspause gab es dann auch für sie nur noch das kurze Stück, ging auch gar nicht anders, denn wir waren viel zu weit von der heimischen Steckdose entfernt.

Es hat noch ein kleinwenig geregnet, im Großen und Ganzen jedoch sind wir wieder fast trocken im Hotel angekommen.

 

Freitag, 17. Juni

Für heute hat der Wetterbericht nur R e g e n angesagt. Schaut auch bei Frühstücken genau so aus. Es wird kurzfristig beschlossen, den heutigen Tag für einen Besuch auf der Willibaldsburg zu nutzen. Wir schauen uns die Jura-Ausstellung an und haben Glück, dass wir auf die Schnelle eine Führung erhalten. Anschließend bleibt noch viel Zeit sich selbst ein wenig umzuschauen, denn es gibt noch eine Sonderschau über Paradiesvögel und Frühgeschichte. Nachdem uns die Burgschänke nicht haben will, fahren wir hinunter nach Eichstätt und finden ein schönes Lokal. Niemandem fällt auf, dass wir Edeltraud und Klaus auf der Burg vergessen haben. Dem Handy sei Dank, so wird das Problemchen gelöst. Nach dem Essen wollen einige Eichstätt noch ein wenig erkunden, andere zu Fuß zum Hotel zurücklaufen. Aber: es zieht wieder eine sehr dunkle Wolke auf und es regnet mal wieder ganz ordentlich. Es wird nichts aus der Erkundung und dem Spaziergang in Richtung Hotel, es wird der Taxibus genommen. Der restliche Nachmittag bleibt dann zur freien Verfügung.

 

Samstag, 18. Juni

Heute unser letzter Wandertag. Das Wetter schaut richtig gut aus, man es kann es kaum glauben. Heute meint Johannes wir müssten uns unbedingt noch zwei Sehenswürdigkeiten anschauen, die Gungoldinger Heide und die Arnsberger Leite.

Wir werden nach Pfalzpaint gebracht und wandern, wieder etwa 90 Höhenmeter nach oben und dann wieder hinunter und noch einmal nach oben, in Richtung und durch die Gungoldinger Wacholder-Heide, ein etwa 70 Hektar großes Naturschutzgebiet. Die Rolli-Gruppe ist auf dem Radweg, unten, unterwegs und kann die Heide von dort sehr gut sehen, einschließlich einer Herde Schafe. Die Rollis sind mal wieder schneller und suchen gleich den richtigen Platz für unsere Mittagspause, den ‚Landgasthof zum Raben‘. Die Wanderer werden am Sportplatz mit dem Taxibus abgeholt. Wir sitzen wieder im Freien und es hat sogar mal versucht anzufangen zu regnen, blieb jedoch beim Versuch.

Nach dem Mittagessen hieß es dann für die Wanderer wieder aufsteigen, hinauf zur Arnsberger Leite, ein Naturschutzgebiet mit seltenen Pflanzen, die ansonsten nur in Südeuropa verbreitet sind. Es folgt ein gemächlicher Abstieg nach Böhming wo der Taxibus wartet und die Wanderer nach Kipfenberg ins Eiscafé bringt. Die Rolligruppe war schon da, denn die haben den kurzen Weg von Regelmannsbrunn nach Böhming gewählt. In Kipfenberg haben wir gleich die überdachten Innenplätze gewählt, einen richtige Entscheidung, denn es gab mal wieder einen kurzen aber heftigen Schauer. Anschließend wollten wir noch einen rekonstruierten römischen Wachturm anschauen, was dann jedoch wegen dem wieder so sehr feucht gewordenen Weg ausfiel. Also zurück ins Hotel, und vielleicht schon ein paar Sachen einpacken.

War da noch was? Ach ja, unsere Radlerin Christine hat heute dem Krankenhaus in Eichstätt einen kurzen Besuch abgestattet, war dann ab Mittag bei uns, und unser Schnelle-Irmgard war bis in Kinding und ist dann wieder umgekehrt, ist ja auch erst in Pfalzpaint gestartet, hatte wahrscheinlich Angst, dass die Batterie wieder schlapp macht.

Die Wanderer meinten, dass dies heute die schönste Etappe war. Ist dann auch gut so, war ein guter Abschluss unserer Urlaubs- und Wanderfahrt in das Altmühltal 2016.

Nicht so schön war, dass Carmen ins Krankenhaus musste und diesen Tag nicht dabei war. Auch konnte sie am Abend nicht dabei sein, denn eine Entlassung war nicht sinnvoll und sie musste sogar noch über unsere Abreise hinaus in Eichstätt bleiben.

 

Sonntag, 19. Juni

Nach dem Frühstück, wie immer sind alle pünktlich, haben alle Sachen schon gepackt und hergerichtet, werden die Gepäckstücke entsprechend dem ‚Ausladen‘ in München eingeladen. Gemeinsam machen wir uns gegen 10 Uhr auf den Heimweg. Die Fahrt geht gemeinsam über Ingolstadt und die Autobahn Richtung München. Stephan fährt in einem Stück durch, Johannes legt noch einen kleinen Zwischenstopp ein. Ab etwa Allershausen fängt es dann zu regnen an, und das hält durch bis München und hört auch beim Ausladen nicht auf.

 

Und wo soll es nächstes Jahr hingehen?

Johannes stellt die Lüneburger Heide und Ostfriesland mit seinen Inseln zur Überlegung. Die Gruppe meint eher die Lüneburger Heide, ist sich jedoch nicht so ganz sicher. Mal sehen, nur, nach ‚kurz‘ kommt wieder ‚weit‘.