Wander- und Urlaubswoche Mecklenburger Seenplatte 2010

Für einige Wenige ist es die Wander- und Urlaubswoche Mecklenburger Seenplatte die zweite Fahrt an die Mecklenburger Seenplatte und so wird sich das Eine oder Andere wiederholen.

Auch diese Mal beginnt der Bericht mit ein paar Zeilen von Renate:

Im Zimmer nur ein Blatt Papier das nahm ich dann und dacht mir:

Es ist zu schad, wenn’s unbeschrieben, Vieles ist in Erinnerung geblieben. Nach langer Fahrt und vielen Pausen, „Hotel Marianne“ wo wir jetzt hausen.

„Plau am See“ in Mecklenburg’s Land war es bis jetzt nur wen’gen bekannt, und die schon mal dort, die sagten: „Es macht Sinn, da fahr’n wir gerne wieder hin.“

Ein Tag bei Sonne, den anderen viel Wind: Wer weiß noch, wo wir gewesen sind? Bei Nacht plätschert der Regen, er kommt zu Hauf, wann hört der bloß endlich mal wieder auf? Zwei ältere Damen verschwanden, oh Graus! Sie fuhren halt lieber per Taxi nach Haus.

Man erklärt uns den Weg, will uns gar nicht verwirren, wir schaffen es immer, uns doch zu verirren. Das Suchen und Finden ward fast täglich zum Spiel Darob seufzt Johannes: „Es wird mir zuviel.“

Nach Waren (Müritz), nach Krakow ging’s hin, der Bärengrund im Walde war auch mit drin, drei Stunden mit Schiffen durch unzählige Seen, man wird wohl zustimmen: „Es war alles sehr schön.“

Wir danken Euch herzlich, Ihr zwei Peklo-Brüder und hoffen wir sehn uns im nächsten Jahr wieder.

Dienstag 4. Mai

Wie immer haben wir uns um 9.00 Uhr am Parkplatz der Haltestelle Michaelibad getroffen. Pünktlich ging es los, nur der Mittlere Ring war sehr stark belebt. Während Stephan weiter in Richtung Nürnberg auf der Autobahn blieb, hat Johannes noch Hannelore und Daniela in Neufahrn bei Freising abgeholt. An unserem ersten Haltepunkt, dem Rasthaus Feucht haben sich die beiden Gruppen dann getroffen. Von dort ging es dann gemeinsam weiter Richtung Norden.

Bild004_Neg.Nr.4ADer nächste Halt war wieder an der Raststätte Hirschhorn, dann nochmals in Fläming. In unserer Unterkunft, dem Hotel Marianne in Plau am See, waren wir dann nach 715 Kilometer Fahrt um 18.15 Uhr. Zimmer verteilen, Abendessen und dann Schluss für die Fahrer, nur die Beifahrerinnen konnten noch das Spielkasino eröffnen. Wie lange da noch gezockt wurde?

Mittwoch 5. Mai

Heute war das Wetter sehr schön sonnig, aber wegen des Windes dennoch sehr kalt. Unsere Fahrt ging entlang des Plauer Sees nach Alt Schwerin. Ein Bus bog mit den ausdauernden Wanderinnen hier zum See nach Wendorf ab. Von dort ging der Wanderweg entlang des Plauer Sees vorbei am Jürgenshof und um, statt durch, den Natur-Campingplatz Malchow weiter bis Lenz.

In der Seeperle in Lenz trafen wir und dann zur Mittagspause. Nach der Pause ging ein Teil entlang des Petersdorfer Sees weiter, mit einem kleinen Umweg, bis nach Malchow. Die anderen fuhren mit de Bussen direkt nach Malchow. Die Fahrerinnen spazierten ein wenig durch Malchow, schauten der historischen Drehbrücke zu und erwarteten die Wanderinnen im Cafe Rosendomizil. Nach einer Kaffee-Pause ging es über Adamshoffnung, Zislow und vorbei an Bad Stuer zurück ins Hotel.

Heute gab es nur einen kleinen Ausrutscher: Stephan hat leider einen „Staren-Kasten“ übersehen und bekommt von den örtlichen Behörden ein schönes Foto mit einem kleinen Begleitschreiben.

Donnerstag 6. Mai

Heute nicht sonnig, dafür noch stürmischer als gestern. Was tun? Nachdem doch ganz unterschiedliche Wanderstärken vorhanden sind, hat Johannes die Gruppe drei-geteilt. Die ganz ausdauernden Geherinnen begannen in der Nähe von Stuer, beim Bärengehege. Die zweite Gruppe, bestehend aus Margot und Günter wurden so „mittendrin“ ausgesetzt und die dritte Gruppe begann die Wanderung bei der Dresenower Mühle. Für alle ging es entlang des Plauer Sees.

Johannes kam mit Eugen den Wanderinnen entgegen und hätte eigentlich Martha und Erika treffen müssen. Ja, hätte? Nur wo waren die beiden? Die Strecke mehrfach abgefahren und dann auch nochmals abgelaufen, Hotel und Polizei verständigt. Keine Martha, keine Erika! Während die einen suchten haben die anderen solange im Seehotel eine Pause eingelegt. Das Handy läutet und unser Wirt teilt uns mit, dass die beiden „Ausreißerinnen“ soeben mit dem Taxi eingetroffen sind. „Ausreißerinnen“ deshalb, weil sie zwar mit den langsameren Gehern ausgestiegen sind, aber viel weiter als erwartet gelaufen sind. Somit war wieder alles gut. Ein Teil wollte noch in den Ort Plau, Johannes ging nochmals zur Polizei um von dem erfreulichen „Fund“ zu berichten. Er wurde von der „Plauer Gruppe“ mit einem Kaffee zum „Chauffeur-Dienst“ überedet. Alle wieder im Hotel, keine „Verluste“.

Freitag 7. Mai

Das Wetter will nicht so, wie wir es gerne hätte: im April wie im Juni, im Mai wie im Februar! Unsere Fahrt ging heute über Alt-Schwerin und Silz nach Jabel. Hier wurden wir kurz vor dem Wisent-Gehege in Damerow abgesetzt. Alle! Die einen wanderten bis zum Schloss Schwenzin, heute ein Hotel bzw. eine Ferienwohnanlage, 63 m² ab 141.000,- € doch ein wenig teuer, und stiegen in den bereitstehenden Bus ein, der Rest wanderte weiter bis nach in den Stadtteil Eldenholz der Stadt Waren.

Gemeinsam ging es in die Innenstadt bis zum Hafen. Wir suchten die aus dem letzten Besuch bekannte „Kartoffelscheune“ zum Mittagessen auf. Nach dem Mittagessen machten wir noch einen Spaziergang durch die sehr schön restaurierte Altstadt von Waren. Der Rückweg führte über Klink, Sietow, Penkow, vorbei an Malchow zurück auf bekannten Wegen in Richtung Plau. Ein Teil der Gruppe legte noch einen Zwischenstopp beim Bärengehege in der Nähe von Stuer ein, der Rest fuhr weiter ins Hotel.

 

Samstag 8. Mai

Eigentlich haben wir heute auf schönes Wetter gehofft. War wohl nichts, obwohl wir feststellen konnten, dass es wenigstens nicht regnet. Heute geht es nicht so weit, nur bis Krakow am See. An der Landbrücke des Krakower Sees steigen unsere guten Geher aus und wandern entlang des Ufers zurück nach Krakow am See und weiter zur Halbinsel Leimwerder, einem Landschaftsschutzgebiet. Johannes und Stephan haben Carmen und Eugen noch abgeholt, so dass die Gruppe heute wieder vollzählig bei der Mittagspause sitzt. Beim Einsteigen in die Busse ein kleiner Ausrutscher, eine klaffende Wunde bei Anneliese und die nächste Station eines Teils unserer Gruppe ist das Krankenhaus in Quetzin. Ist zwar alles mit ein paar Stichen behoben, aber hätte nicht sein müssen. Der andere Bus fuhr weiter in Richtung Bärengehege, gestern waren ja nicht alle dort. Es war zwar etwas schwierig mit dem Rollstuhl, aber machbar nach dem Motto: „Was nicht passt, wird passend gemacht.“ Mit einem kleinen Zwischenstopp, denn ohne Kaffee geht gar nichts, ging es zurück ins Hotel. Heute haben wir erfahren, dass Erika schon in diesem Kaffee war, und zwar während wir sie und Martha gesucht haben! Man glaubt es kaum, aber während wir im Cafe saßen, hat doch tatsächlich die Sonne einen kurzen Versuch gewagt durch die Wolken zu luren!Nachdem der Wetterbericht für morgen den schönsten Tag der Woche vorhergesagt hat, hat Johannes im Vertrauen darauf die Schiffskarten für morgen besorgt.

 

Sonntag 9. Mai, Muttertag

Heute müssen alle früh aufstehen, auch Carmen und Eugen, denn die Abfahrt vom Hotel ist pünktlich um 9.30 Uhr, weil das Schiff nach Waren um 10.00 Uhr abfährt, und alle sind dabei.

Das Schiff fährt an Lenz, schon bekannt, vorbei weiter über den Petersdorfer und Malchower See bis Malchow, auch bekannt mit seiner Drehbrücke. Dort hieß es dann umsteigen in ein Schiff, das uns dann weiter über den Fleesensee, durch den Fleesenkanal in den Kölpinsee, von dort durch den Reeck-Kanal zur Müritz brachte. Bei der Einfahrt in die Binnenmüritz machte der Kapitän einen kleinen Abstecher in die Müritz. Die Müritz ist Deutschlands größter See – Bodensee gilt nicht, weil Österreich und Schweiz weitere Anrainer sind -, wird auch als größter Binnensee bezeichnet, im Gegensatz zu Nord- und Ostsee.

Stephan und Johannes erwarteten uns schon an der Anlegestelle. Sie hatten vorher schon einen Platz in der uns mittlerweile bekannten Kartoffelscheune reserviert.

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Durch die Fahrt mit dem Schiff hat sich alles ein wenig verzögert, so dass wir erst relativ spät aufbrachen. Ein Teil der Gruppe ging noch in die Altstadt von Waren und von dort in Richtung See-Hotel Ecktannen, die anderen fuhren bis zum Eingangsbereich des Müritz-Nationalparks. Hier teilte sich unsere Gruppe nochmals in die Wanderinnen und die Kaffee-Trinkerinnen. Die Wanderinnen marschierten auf einem sehr schönen Weg, unter anderem um die Wienpietsch-Seen, zurück zum Parkplatz.

Auf dem Weg zum Hotel wurden noch die Stadtspaziergänger aufgelesen und anschließend die Kaffee-Trinkerinnen aus dem Lokal gescheucht. Gemeinsam ging es auf bekannten Wegen zurück ins Hotel. Es ist noch zu erwähnen, dass das Gebiet beim See-Hotel Ecktannen das „Rückzugsgebiet“ der DDR-Staatselite war. Auch heute noch ist dort eher kein sozialer Wohnungsbau anzutreffen, eine Villa neben der anderen.

Die Sonne kam nicht wie versprochen schon vormittags sondern erst kurz vor dem Hotel zum Vorschein. Außer einem kurzen Schauer in Waren, von dem nicht alle betroffen waren, war es trocken.

Montag 10. Mai

Wieder kein schönes Wetter, aber was soll’s? Nachdem wir gestern doch sehr lange mit den Bussen unterwegs waren, heute kurz bis an den Krakower See. Ein Teil von uns wurde in der Nähe von Glave abgesetzt und der andere Teil in Bossow. Die eine Gruppe ging auf der Ostuferseite des Krakower Sees bis in die Nähe von Neu-Dobbin, wo sie von Johannes abgeholt wurden. Das letzte Stück auf der Landstraße wäre nicht schön gewesen. Der andere Teil wanderte entlang der Westuferseite über Möllen und Wadehäng zu unserem Treffpunkt, einem kleinen Lokal mit einer Fischräucherei.

Die Wanderinnen, die das letzte Mal dabei waren, konnten sich gut und gerne an unsere damalige Rast erinnern. Auch heute wurde niemand enttäuscht. Nach der Mittagspause ging es nach Alt-Sammit. Von dort sollte die eine Gruppe um den Derliener- und Langsee nach Neu-Sammit wandern. Der Derliener See ging ja noch, aber der Langsee war irgendwie nicht zu finden. Ein kurzer Anruf mit dem Handy und das Taxi kam, zwar erst nach 20 Minuten, weil uns der Taxifahrer wo ganz anders erwartet hat?!

Die Gruppe, die nicht soweit ging, wurde von Stephan aufgenommen und verschwand in Richtung Plau. Dann der Anruf: „… wir sind im Rosenhotel zum Kaffee … „. So wusste der Rest der Gruppe, wo er sich einzufinden hatte. Nach der Kaffee-Pause spazierte ein großer Teil noch bis zum Hotel, einige wenige benutzten das bereitstehende Taxi.

Mal wieder ein weiterer Tag ohne Sonne. Wir haben uns schon daran gewöhnt und so konnten die Wolken der Stimmung keinen Abbruch tun. Oder war es der Fischergeist? Na, wie dem auch sei.

Dienstag 11. Mai

mecklenburg06Es war ja nicht so die allgemeine Begeisterung als uns Johannes zum „Ausgangsbahnhof“ der Draisinenstrecke brachte. Das Wetter war auch nicht so schön, wie es eigentlich hätte sein sollen. Aber: es regnete auch am achten Tag unserer Wander- und Urlaubswoche Mecklenburger Seenplatte wieder nicht! Also, kurz warten, dann „Einweisung“ in die Handhabung der Draisinen und los ging’s. Von wegen nur leichte Steigungen!? Auch eine leichte Steigung fordert schon Einiges ab.

Leider hat unserem „Hirten-Hund“ Scully die Fahrt und das Drum-Herum gar nicht gefallen. Daniela musste mit Scully absteigen und wurde von Johannes wieder aufgelesen. Nach gut einer Stunde, und rund 10 km, erreichten die vier Draisinen Goldberg. Die Draisinen wurden am ehemaligen Bahnhof abgestellt und es ging zu Fuß entlang des Goldberger Sees zum See-Hotel. Nach einer ausgedehnten Mittagspause, es war „nur“ der Lehrling da, machten wir noch einen kurzen Ausflug zum Kloster Dobbertin, heute eine Wohnanlage für behinderte Menschen.

Die erste Gruppe fuhr zurück nach Goldberg und siehe da: eine Draisine fehlte. Johannes hatte in der Mittagspause auch Carmen und Eugen abgeholt. Carmen nahm auf der ersten Draisine in Richtung Ausgangspunkt Platz. Die beiden anderen Draisinen wurden ebenfalls noch voll belegt und der Rest der Gruppe nahm den bereitstehenden Bus. Die fehlende Draisine wurde trotz Einschalten der Polizei noch nicht gefunden. Der Verleiher meinte, es sei das erste Mal seit 8 Jahren, dass so etwas geschah.

Das Wetter spielte heute ganz gut mit. Vormittags bedeckt, mittags kam die Sonne hervor und Nachmittag radelten wir bei Sonnenschein, dennoch sehr kühl, zurück.

Mittwoch 12. Mai

Heute goss es in Strömen. Wir waren ja nicht sehr „wetterverwöhnt“ in den letzten Tagen. Das heutige Wetter hat uns gezeigt, wie es auch hätte sein können. Also, es war zwar sehr kühl, aber wir benötigten an keinem Tag einen Regenschirm.

Die Rückfahrt begann wie immer um 9.00 Uhr, pünktlich. Zum Beladen der Busse hatte der Regen eine Einsicht und machte eine Pause. Die erste Unterbrechung legten wir dieses Mal erst in der Rastanlage Fläming ein. Das Mittagessen war wie bei unserer letzten Fahrt in der Rastanlage Osterfeld, wegen des Standes mit den Produkten aus dem Spree-Wald, die Kaffee-Pause in der Fränkischen Schweiz.

Die Fahrt ging gut und reibungslos bis zur Ausfahrt Pfaffenhofen. Ab hier war Stau. Auch der Umweg über die Nebenstraßen war nicht viel besser. So ging es über die Bundesstraße nach Neufahrn um die „Späteinsteigerinnen“ als erste aussteigen zu lassen. In München war dann auch noch Stau, wegen des Kirchentages, so dass alles ein wenig länger dauerte. Dennoch wurden wieder alle wie gewohnt vor der Hautüre abgesetzt.

Und wo geht es nächstes Jahr hin? Es steht das Zillertal nochmals an, weil Johannes meinte, er wüsste noch ein paar schöne Stellen dort. Außerdem hat er uns eine selbstgemachte „rote Grütze“ auf seiner Hütte versprochen! Nur geht es dann nicht schon im Mai auf die Reise, sondern erst im Juni. Wir wollen nämlich nicht wieder so viel Schnee haben wie im letzten Jahr. Steht aber alles noch nicht fest, da alle Teilnehmerinnen einen Fragebogen erhalten, auf dem sie Überlegungen eintragen können, wo sie mal gerne hin wollten.

Vielleicht geht es dann ganz wo anders hin? Mal sehen.